TREMONIA hilft bei der Integration von geflüchteten Menschen

Do, 06.07.2017 - 10:00


Köln, 06.07.2017 - Die berufliche Integration in den Arbeitsmarkt bildet die Grundlage, damit geflüchtete Menschen in der neuen Heimat Fuß fassen und sich eine neue Existenz aufbauen können.  Besondere Aufmerksamkeit und Lob verdienen unkomplizierte Lösungen und beherztes  Engagement, um Geflüchteten den Start ins Berufsleben zu ermöglichen – wie das Beispiel von Djibril Conte zeigt.

2014 musste Djibril Conte aus seiner Heimat Guinea fliehen. Er kam nach Köln, wo er bis heute lebt. „Ich habe sofort angefangen Deutsch zu lernen und Sprachkurse besucht“, erzählt der 30-Jährige. Sein Ziel ist es, im Pflegebereich zu arbeiten. Dazu hat er bereits ein Praktikum als Altenpflegehelfer absolviert. „Das hat mir viel Spaß gemacht“, sagt der ehemalige Lehrer. „Wenn ich alt bin, brauche ich vielleicht auch Hilfe.“  Doch die nötige Qualifizierung zur „Fachkraft für Pflege und Betreuung“ am Kölner Institut für Berufliche Bildung (IBB) drohte zu scheitern. Contes Asylverfahren läuft noch – es ist also nicht sicher, ob er als Flüchtling anerkannt wird. Deshalb war es der Arbeitsverwaltung nicht möglich, ihm einen sogenannten Bildungsgutschein auszustellen. Dieser ist jedoch Voraussetzung für die Kursteilnahme.

„Da musste schnell eine Lösung her“, erklärt IBB-Bildungsreferent Dominik Habrich. „Herr Conte ist einer unserer motiviertesten Teilnehmer – bereits in den vorbereitenden Deutschkursen hat er immer sehr gut mitgemacht. Er ist sehr engagiert und äußerst zuverlässig. Wir haben daher intern entschieden, Herrn Conte ohne Berechnung der Kursgebühren weiter zu qualifizieren.“ Habrichs Kollegin, Arbeitsmarktreferentin Alrun Drefke, die gemeinsam mit ihm den Kurs organisiert und leitet, ergänzt: „Natürlich wissen wir nicht, wie sein Verfahren ausgeht, aber wir sind sicher, dass die Qualifizierung positiv für sein weiteres Leben und seinen beruflichen Werdegang sein wird. Überdies brauchen wir gerade in der Kranken- und Altenpflege so engagierte Menschen wie Herrn Conte.“ Viele Frauen und Männer, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, wollen so schnell wie möglich arbeiten und finanziell auf eigenen Füßen stehen. Niederschwellige Qualifizierungen helfen, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Dazu zählt auch der siebenmonatige „Qualifizierungskurs zur Fachkraft für Pflege und Betreuung“, die das IBB, in Kooperation mit dem Kölner Personaldienstleister TREMONIA und CHANCE+, ins Leben gerufen hat. Das Besondere: Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sofort eine Anschlussperspektive durch die Einstellung bei TREMONIA.

Dass geflüchtete Menschen auf dem Arbeitsmarkt eine Chance erhalten, ist enorm wichtig für ihre gesellschaftliche Integration. Das Beispiel von Djibril Conte zeigt, wie wichtig engagiertes Handeln – gerade auch von Seiten der Arbeitgeber und Weiterbildungsinstituten wie dem IBB –  für eine gelungene Integration ist. „Ich bin sehr froh hier zu sein und so viel Unterstützung zu bekommen. Mein besonderer Dank gilt dabei Frau Kölsch von CHANCE+ sowie natürlich Frau Drefke und Herrn Habrich.“

Quelle: http://www.netzwerk-chance.de/geschafft/djibril-c-3/